Bei wem und wie häufig kommt es zu einem HUS?

Normalerweise kommt ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) als Folge einer EHEC-Infektion nur selten  vor. Gefährdet sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere und abwehrgeschwächte Menschen.

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Verschiedene Organe können dabei in Mitleidenschaft gezogen werden, häufiger beispielsweise das Gehirn, das gefährlich anschwellen kann. In einigen Fällen endet der Verlauf tödlich.

Bei etwa 5% der HUS-Patienten verbleibt trotz Dialyse und Plasmapherese (Blutwäsche) ein dauerhafter Nierenschaden, der nach überstandener akuter Erkrankung nur durch eine Nierentransplantation geheilt werden kann.

Ungewöhnlich viele HUS-Fälle während der 2011er-Epidemie

Während der EHEC-Welle Ende Mai 2011 erkrankten ungewöhnlich viele Menschen und dabei insbesondere (junge und alte) Erwachse am HUS, überwiegend Frauen. Im Gegenatz zu den Vorjahren mit durchschnittlich etwa 1.000 EHEC-Erkrankten und gut 60 HUS-Betroffenen in Deutschland wurde die Zahl der Letzteren schon binnen weniger Tage nach Ausbruch der EHEC-Infektionswelle übertroffen.

Wie groß ist die Gefahr, dass ein HUS bei der gleichen Person zweimal auftritt?

Die Rückfallgefahr des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) ist gering. Typischerweise heilt es – wenn es denn beherrschbar ist – nach einmaligem Auftreten vollständig aus, wobei gelegentlich weiterhin ein wenig Protein im Harn ausgeschieden wird. Es gibt allerdings auch atypische HUS-Verläufe, die durch eine Neigung zu Rückfällen oder eine zunehmende Verschlechterung gekennzeichnet sind.

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