Warum kann man Kinder nur selten unter örtlicher Betäubung operieren?

Weil man insbesondere bei kleineren Kindern nicht sicherstellen kann, dass sie beim Setzen der Betäubung stillhalten. Und das ist bei einer örtlichen Betäubung sehr wichtig, um nicht danebenzustechen. Das gilt weniger bei kleineren Eingriffen, aber sehr wohl bei einer Nervenblockade, zum Beispiel im Bereich der Leiste.

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So kommt bei den kleineren Patienten eine örtliche Nervenblockade eher als zusätzliche Maßnahme in Frage. Also zusätzlich zur Vollnarkose, etwa bei Operationen am Penis oder bei Leisten- und Hodenoperationen. Auf diese Weise kann zum einen die Dosierung von Narkosemitteln während des Eingriffs reduziert werden. Zum anderen kann dadurch die Schmerzfreiheit nach der Operation verlängert werden. Probleme mit dem Setzen der Nervenblockade wegen der Furcht des kleinen Patienten kann es dabei nicht geben – denn das narkotisierte Kind schläft bereits und spürt nichts von der Punktion.

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