Wie häufig ist eine Phimose und welche Formen gibt es?

Phimose ist nicht gleich Phimose. Die Abgrenzung der verschiedenen Formen der Vorhautverengung ist vor allem im Hinblick auf in Frage kommende Maßnahmen bedeutsam. Zunächst ist die normale, entwicklungsbedingte Vorhautverengung von der echten, anatomisch bedingten zu unterscheiden, die tatsächlich einen krankhaften Befund darstellt.

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Außerdem gibt es angeborene und erworbene (primäre und sekundäre Phimose) sowie vollständige und unvollständige Formen. Bei letzteren ist das Zurückziehen der Vorhaut nur bei erigiertem Penis nicht möglich.

Wie häufig kommt die Vorhautverengung vor?

Auch bei Häufigkeitsangaben zur Phimose ist zu beachten, dass es sich bei Kindern in den meisten Fällen um die natürliche Form handelt:

  • Neugeborene: 96%
  • 4-Jährige: über 10%
  • 6- bis 7-Jährige: 5-7% (in anderen Quellen bis 18%)
  • 10-Jährige: 3-5%
  • 16-Jährige: 1%

Nur bei schätzungsweise 3% aller Jungen verursacht die Vorhautverengung behandlungsbedürftige Beschwerden. Nach anderen Angaben von internationalen (v.a. amerikanischen, sprich operationsfreudigen) Autoren beträgt das Phimose-Risiko bei unbeschnittenen älteren Jungen oder Männern 10%.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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