Phimose, Vorhautverengung

Wofür ist die Vorhaut da?

Manche Menschen, auch solche mit abgeschlossenem Medizinstudium, halten die Vorhaut offenbar eher für ein lästiges oder sogar gesundheitlich bedrohliches Anhängsel. Damit liegen sie aber falsch. Überhaupt ist die Wahrscheinlichkeit für unnötige Körperteile nach jahrmillionenlanger Evolution insgesamt als recht niedrig einzustufen.

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Was ist eine Phimose?

Eine Vorhautverengung (Phimose) liegt vor, wenn die Vorhaut nicht über die Eichel zurückgeschoben werden kann. Ob es sich dabei um einen krankhaften Befund oder um einen natürlichen Zustand mit Schutzfunktion handelt, hängt von der Form und Ursache der Phimose ab. Und auch vom Alter der Person und möglichen weiteren Symptomen.

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Wie häufig ist eine Phimose und welche Formen gibt es?

Phimose ist nicht gleich Phimose. Die Abgrenzung der verschiedenen Formen der Vorhautverengung ist vor allem im Hinblick auf in Frage kommende Maßnahmen bedeutsam. Zunächst ist die normale, entwicklungsbedingte Vorhautverengung von der echten, anatomisch bedingten zu unterscheiden, die tatsächlich einen krankhaften Befund darstellt.

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An welchen Beschwerden erkennt man eine Vorhautverengung?

Das Leitsymptom einer Vorhautverengung besteht immer darin, dass die Vorhaut nicht über die  Eichel zurückgeschoben werden kann. Dadurch entstehende Beschwerden bzw. Krankheitsfolgen machen sich vor allem durch folgende Symptome bemerkbar:

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Ist eine Vorhautverengung normal oder nicht?

Beides trifft zu und kann damit bei informationswilligen Eltern zunächst für Verwirrung sorgen. Zum einen lässt sich bei fast allen (über 90%) der neugeborenen Jungen die Vorhaut nicht über die Eichel zurückschieben, da beide entwicklungsbedingt noch miteinander verklebt sind. Sprachlich korrekt wird dieses Phänomen als Vorhautverklebung statt Vorhautverengung (Phimose) bezeichnet.

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Lässt sich die Vorhaut beim Säugling normalerweise verschieben?

Es ist zwar nicht unnormal, wenn sich die Vorhaut bereits im Säuglingsalter verschieben lässt. Bei über 90% der Jungen ist das allerdings nicht der Fall.

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Wie kommt es zu einer echten Vorhautverengung?

Zu einer echten, anatomisch bedingten (und damit krankhaften) Vorhautverengung (Phimose) kommt es durch:

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Wie kann man einer Vorhautverengung vorbeugen?

Einer angeborenen Vorhautverengung können Sie nicht vorbeugen. Aufgrund ihrer Schutzfunktion für die Penisgesundheit wäre das auch nicht sinnvoll. Sie können und sollten allerdings Folgendes beachten, um Ihren Sohn vor der Entwicklung einer späteren, narbigen Phimose zu bewahren:

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Wie kann ich sicher sein, dass eine Vorhautverengung bei meinem Kind rechtzeitig erkannt wird?

Wenn Sie die im Gelben Kinder-Untersuchungsheft vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt wahrnehmen, sind Sie in der Regel auf der sicheren Seite. Für die Diagnosestellung reicht bei einer Vorhautverengung (medizinisch: Phimose) die Untersuchung durch den Arzt aus.

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Kann sich eine Vorhautverengung auch erst im Laufe des Lebens entwickeln?

Ja, dann handelt es sich um eine erworbene (sekundäre) Form der Vorhautverengung (Phimose), die prinzipiell in jedem Alter entstehen kann. Beispielsweise ist das als Folge wiederholter Entzündungen oder gewaltsamer Einwirkungen auf die Vorhaut der Fall, wenn es zu Einrissen und Blutungen kommt, die zu einer narbigen Abheilung führen.

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Welche Folgen kann eine Vorhautverengung haben?

In den meisten Fällen hat die Vorhautverengung (Phimose) keine negativen Folgen, nämlich dann, wenn es sich um die natürliche Form handelt, die sich (mit ihren Verklebungen) bis zur Pubertät im wahrsten Sinne des Wortes von selbst auflöst.

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Was bedeutet im Zusammenhang mit einer Vorhautverengung ein Lichen sclerosus?

Hinter dieser lateinischen Bezeichnung verbirgt sich eine chronische Hauterkrankung unbekannter Ursache, die auch (und häufig) die Genitalien befällt. Und zwar in Form einer narbig entzündlichen Vorhautverengung. Charakteristische Merkmale dieser Variante sind die weisliche Verfärbung und die Verhärtung der Vorhaut.

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Was ist ein “spanischer Kragen”?

Im Mittelalter war das eine Foltermethode (Halsring mit Stacheln), aber darum geht es hier nicht. In der Medizin wird diese Metapher für das Krankheitsbild der Paraphimose bemüht. Das ist eine Komplikation der ausgeprägten Vorhautverengung, bei der sich die Vorhaut nach dem Zurückziehen nicht mehr nach vorne bewegen lässt und stattdessen die Eichel abklemmt.

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