Stimmt es, dass man eine Vorhautverengung auch mit Kortison-Salben behandeln kann?

Ja. Bei der Behandlung einer Vorhautverengung (Phimose) mit kortisonhaltigen Salben ahmt man dabei praktisch den natürlichen Ablösungsprozess der Vorhaut von der Eichel nach. Denn auch dabei ist (natürliches) Kortison im Spiel: Die Ablösung erfolgt mithilfe einer cortisolreichen Gleitschicht.

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Bei der Salbenbehandlung wird die verengte Vorhaut über 4-6 Wochen eingecremt und täglich vorsichtig gedehnt. Manche Kinderärzte setzen hierfür auch Hormonsalben ein. Die Erfolgsrate dieser nichtoperativen Behandlungsmethode der Vorhautverengung beträgt 60-80%. Allerdings beruhen diese Angaben zum Teil auf der Behandlung von Knaben mit Vorhautverklebung. Bei ausgeprägterer Phimose ist die Salbentherapie weniger geeignet.

Autor: Dr. Hubertus Glaser



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