Wie stellt der Arzt fest, ob eine Hodenverdrehung vorliegt?

Oftmals reichen für den Arzt das vorliegende Beschwerdebild (vor allem Schmerzen) und die manuelle Untersuchung zur Feststellung einer Hodenverdrehung aus. In unsicheren Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung, ggf. mit Dopplertechnik, hilfreich sein, um die im Samenstrang verlaufenden Blutgefäße sichtbar machen zu können.

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Im Ultraschall werden dann im Fall der Fälle der venöse Verschluss sowie die Schwellung sichtbar. Vielfach kommt diese Methode zwar direkt zum Einsatz, eine absolute Diagnosesicherheit bietet sie aber auch nicht. Zudem ist bei Verdacht auf Torsion wegen der Gefahr des Untergangs von Hodengewebe jeglicher unnötige Zeitverlust zu vermeiden. Deshalb entscheidet sich der Arzt im Zweifel und bei relativ spätem Eintreffen des Patienten (Schmerzen bestehen schon mehr als einen halben Tag) oft für eine diagnostische operative Hodenfreilegung, bei der im Falle einer Torsion dann gleich die notwendige Behandlung erfolgt.

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