Hodentorsion

Was ist eine Hodentorsion?

Bei einer Hodentorsion kommt es im Hodensack zur teilweisen oder vollständigen Drehung des Hodens. Dabei dreht er sich in der Längsachse um die versorgenden Blutgefäße. Dadurch wird die Durchblutung des Hodens entweder komplett oder zumindest teilweise behindert, es handelt sich also um einen Notfall.

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Wie kommt es zu einer Hodentorsion?

Ursache für eine Hodentorsion kann eine gesteigerte Beweglichkeit im Hodensack sein, beispielsweise wenn das Bändchen fehlt, das zur Fixierung des Hodens in seiner Hülle dient. Oder wenn die Hodenhüllen im Fetal- oder Neugeborenenalter nicht wie vorgesehen miteinander verkleben.

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In welchem Lebensalter tritt eine Hodentorsion am ehesten auf?

Zu einer Hodenverdrehung kann es in jedem Alter kommen, am häufigsten geschieht dies aber bei Säuglingen im 1. Lebensjahr sowie zwischen Pubertät und jungem Erwachsenenalter, also im Zeitraum zwischen dem 12. und 25. Lebensjahr.

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Was sind typische Anzeichen für eine Hodentorsion?

Das Beschwerdebild bei einer Hodentorsion (Hodenverdrehung) hängt vom Alter ab:

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Warum ist die Hodentorsion ein Notfall?

Bei einer Hodenverdrehung ist zwar nicht das Leben Ihres Kindes in Gefahr, wohl aber die spätere Fruchtbarkeit und eine gesunde hormonelle Entwicklung. Dabei spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle: Die Hodentorsion sollte innerhalb von spätestens 8 Stunden behoben werden, um die Chancen auf eine normale Entwicklung und Funktionsfähigkeit des Hodens zu wahren.

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Wie stellt der Arzt fest, ob eine Hodenverdrehung vorliegt?

Oftmals reichen für den Arzt das vorliegende Beschwerdebild (vor allem Schmerzen) und die manuelle Untersuchung zur Feststellung einer Hodenverdrehung aus. In unsicheren Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung, ggf. mit Dopplertechnik, hilfreich sein, um die im Samenstrang verlaufenden Blutgefäße sichtbar machen zu können.

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Wie wird eine Hodentorsion behandelt?

Die Hodentorsion (Hodenverdrehung) ist ein Notfall, der eine manuelle Rückverlagerung oder Operation innerhalb von 4-8 Stunden erforderlich macht. Dabei geht es primär darum, die Strangulation der Blutgefäße aufzuheben und einen normalen Blutfluss sicherzustellen.

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Wie kann ich eine Hodenverdrehung von einer Hodenentzündung unterscheiden?

Das ist gar nicht so einfach. Sowohl eine Hodenverdrehung (Hodentorsion) wie auch eine Hodenentzündung können sehr schmerzhaft sein und mit ähnlichen Begleitsymptomen einhergehen (Schwellung, Bauchschmerzen, Übelkeit, u.a.).

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Kann man einer Hodentorsion nicht vorbeugen?

Nein, leider nicht. Da die zur Hodentorsion führende abnorme Beweglichkeit des Hodens in der Regel angeboren ist, bestehen kaum Möglichkeiten zur Vorbeugung dieser Erkrankung. Das ginge praktisch nur, in dem man den Hoden vorsorglich operativ fixiert, was natürlich keine Option ist.

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Weshalb werden bei einer Hodentorsion beide Hoden operiert?

Da eine Hodentorsion meistens auf Voraussetzungen beruht, die anlagebedingt sind (z.B. erhöhte Hodenbeweglichkeit, Länge der Samenstränge), ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es auf beiden Seiten irgendwann zu einer Verdrehung kommt.

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Was ist eine Hydatidentorsion?

Bei einer Hydatidentorsion handelt es sich um einen nahen Verwandten der Hodentorsion (zu deutsch: Hodenverdrehung). Von der Verdrehung ist hier aber nicht der Hoden selbst betroffen, sondern verschiedene Anhänge (Hydatiden) der Keimdrüse, die in der embryonalen Entwicklung angelegt wurden.

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Was ist ein Akutes Skrotum?

Ein Akutes Skrotum ist ein schmerzhaftes und potenziell bedrohliches Geschehen im Hodensack (Skrotum). Der Ausdruck ist ein wenig skurril, weil ja nicht der Hodensack akut ist, sondern eher das, was darin vor sich geht, aber so ist das nun mal in der Medizinersprache.

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