Was ist ein Hodenhochstand? Und welche Formen gibt es?

Bei einem Hodenhochstand (Maldescensus testis) befinden sich einer oder beide Hoden nach der Geburt nicht in ihrer normalen Position im Hodensack. Wenn die Gefahr besteht, dass das dauerhaft (über das erste Lebensjahr hinaus) so bleibt, bedarf es einer möglichst frühzeitigen Behandlung.

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Andernfalls drohen vor allem Fruchtbarkeitsstörungen sowie ein deutlich erhöhtes Hodenkrebsrisiko. Je nach Lageabweichung werden verschiedene Formen des Hodenhochstands unterschieden.

Welche Formen des Hodenhochstandes gibt es?

Es gibt den Hodenhochstand in verschiedenen Varianten:

  • Bauchhoden:
    Der Hoden befindet sich in der Bauchhöhle. Dort ist er nur schwer tastbar, aber mit bildgebenden Verfahren (Ultraschall, Kernspintomographie) oder einer Bauchspiegelung (Laparaskopie) meist lokalisierbar.
  • Leistenhoden:
    Der Hoden liegt im Leistenkanal, der Bauchraum und Hodensack miteinander verbindet. Die Keimdrüse kann dort als kleine Schwellung getastet, aber nicht in den Hodensack verschoben werden.
  • Gleithoden:
    Der Hoden sitzt oberhalb des Hodensacks. In dessen oberen Teil lässt er sich zwar ziehen, gleitet aber aufgrund seiner unter Spannung stehenden Aufhängung (zu kurzer Samenstrang) sofort wieder in den Leistenkanal zurück.
  • Pendelhoden:
    Der Hoden ist normal abgestiegen, pendelt aber aufgrund äußerer Reize (z.B. Kälte) zwischen Hodensack und Leistenkanal hin und her. In den meisten Fällen ist das nicht behandlungsbedürftig.

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