Was ist zur Nachsorge bei behandeltem Hodenhochstand zu beachten?

Wird Ihr Sohn wegen Hodenhochstand operiert, ist unmittelbar nach dem Eingriff Bettruhe zur Unterstützung der Wundheilung angesagt. Ob Sie dafür einen (in der Regel zweitägigen) stationären Klinikaufenthalt bevorzugen oder Ihr Kind lieber selbst zuhause betreuen möchten, sollten Sie sich überlegen, wenn Sie darüber entscheiden, den Eingriff ambulant oder stationär vornehmen zu lassen.

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Da es auch nach erfolgter (hormoneller und/oder operativer) Therapie zu einem erneuten Hodenhochstand oder zur Verkümmerung (Atrophie) des Hodens kommen kann, wird eine dreimonatige Nachkontrolle über ein Jahr empfohlen. Auch in der entprechenden Leitlinie der Fachgesellschaften wird die Nachsorge gefordert und genau beschrieben.

Für das Erwachsenenalter gibt es allerdings keine eindeutige Empfehlung, obwohl bekannt ist, dass ein Hodenhochstand trotz „erfolgreicher“ Behandlung langfristige Konsequenzen für die Hodenfunktion und die Entwicklung eines Hodenkarzinoms nach sich ziehen kann. Das gilt insbesondere für Jungen, die erst spät behandelt wurden. Hier ist dann vor allem die Selbstkontrolle wichtig, über die Sie Ihren Sohn beizeiten aufklären sollten.

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