Wie wird bei Leistenbruch und Hodenhochstand beim Neugeborenen vorgegangen?

Werden bei einem Neugeborenen gleichzeitig eine Leistenhernie und ein Hodenhochstand diagnostiziert, wird beides operativ versorgt. Während bei der Leistenbruch-Operation (Herniotomie) normalerweise keine Probleme zu erwarten sind, ist die Hodenoperation etwas verzwickter.

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Aufgrund der zarten Strukturen besteht eine erhöhte Atrophie-Gefahr (Gefahr des Gewebe-Absterbens) beim Versuch, den fehlplatzierten Hoden zu mobilisieren. Deshalb kann es sein, dass der Operateur auf eine umfassende Loslösung des Hodens mit Anhang (Funikulo-Orchidolyse) sowie dessen Fixierung am richtigen Ort im Hodensack (Orchidopexie) zunächst verzichtet. Alternativ setzt er dann zur Durchführung dieser Maßnahme eine zweite Operation an, normalerweise noch vor dem ersten Geburtstag des Kindes.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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