Wie wird ein Hodenhochstand behandelt?

Das hängt vom Alter Ihres Kindes und von der Art (und damit der Ursache) des Hodenhochstands ab. In den ersten sechs Lebensmonaten wird zunächst abgewartet, ob der Hoden noch an seinen vorgesehenen Platz absteigt.

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Ist dies nicht der Fall, wird bei Bauchhoden, Leistenhoden oder Gleithoden mit einer Hormontherapie begonnen. Führt die Hormontherapie nicht zum gewünschten Abstieg der Keimdrüse(n), wird die Verlagerung in den Hodensack operativ vorgenommen. Auf die vorherige Hormontherapie wird verzichtet, wenn es sich um eine rein anatomisch bedingte Hoden-Fehllage handelt oder wenn Sie sich als Eltern nach bzw. trotz umfassender Information dagegen entschieden haben sollten.

Noch nicht einhellig ist die Expertenmeinung bezüglich einer hormonellen Behandlung im Anschluss an die chirurgische Lagekorrektur. Die wissenschaftlichen Hinweise auf deren fruchtbarkeitsfördernde Wirksamkeit scheinen sich allerdings zu verdichten. Konsens besteht dagegen hierzulande in der Einschätzung, dass mit der Behandlung des Hodenhochstands frühzeitig begonnen werden sollte, um schwere Folgeschäden – insbesondere die spätere Unfruchtbarkeit – zu vermeiden.

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