Hodenhochstand: Behandlung und Prognose

Wie wird bei Leistenbruch und Hodenhochstand beim Neugeborenen vorgegangen?

Werden bei einem Neugeborenen gleichzeitig eine Leistenhernie und ein Hodenhochstand diagnostiziert, wird beides operativ versorgt. Während bei der Leistenbruch-Operation (Herniotomie) normalerweise keine Probleme zu erwarten sind, ist die Hodenoperation etwas verzwickter.

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Warum sollte ein Hodenhochstand behandelt werden?

Zu den möglichen Folgen eines unbehandelten Hodenhochstands zählen Unfruchtbarkeit, Leistenbruch und Hodentorsion. Für betroffene Kinder ist das Risiko, im späteren Erwachsenenleben (überwiegend im Alter von 20-40 Jahren) an Hodenkrebs zu erkranken, etwa 5- bis 10fach erhöht. Die Gefahr ist dann absolut betrachtet immer noch gering, aber allemal ein Grund, den Hodenhochstand zu behandeln.

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Wie wird ein Hodenhochstand behandelt?

Das hängt vom Alter Ihres Kindes und von der Art (und damit der Ursache) des Hodenhochstands ab. In den ersten sechs Lebensmonaten wird zunächst abgewartet, ob der Hoden noch an seinen vorgesehenen Platz absteigt.

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Was ist zur Nachsorge bei behandeltem Hodenhochstand zu beachten?

Wird Ihr Sohn wegen Hodenhochstand operiert, ist unmittelbar nach dem Eingriff Bettruhe zur Unterstützung der Wundheilung angesagt. Ob Sie dafür einen (in der Regel zweitägigen) stationären Klinikaufenthalt bevorzugen oder Ihr Kind lieber selbst zuhause betreuen möchten, sollten Sie sich überlegen, wenn Sie darüber entscheiden, den Eingriff ambulant oder stationär vornehmen zu lassen.

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Warum wird zur Behandlung eines Hodenhochstands bereits im 1. Lebensjahr geraten?

Zwar mag es immer noch den einen oder anderen Arzt geben, der es mit einer frühzeitigen Behandlung des Hodenhochenstands nicht so genau nimmt. Doch in der Fachwelt herrscht ein relativ einmütiges Meinungsbild vor, dass dies im Regelfall inerhalb der ersten zwei Lebensjahre geschehen sollte.

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Hodenhochstand beim Kind: Warum überhaupt eine Hormontherapie?

Beim Wort Hormontherapie werden nicht wenige Eltern von Unbehagen gepackt. Verständlich, in diesem Fall aber nach unserer Einschätzung nicht ganz berechtigt. Mit der Hormontherapie bei Hodenhochstand werden vor allem zwei Ziele verfolgt:

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Wann und wie wird ein Hodenhochstand operiert?

Zunächst zum Wann: Wenn es nach angemessener Wartezeit, d.h. nach den ersten sechs Lebensmonaten, und einer anschließenden Hormontherapie nicht zum Hodenabstieg gekommen ist, sollte dieser operativ vorgenommen werden. Und zwar bis zum Ende des 1. Lebensjahres. So jedenfalls sehen es die aktuellen Leitlinien vor.

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Wie wird die Hormontherapie bei Hodenhochstand durchgeführt?

Die Hormonbehandlung bei Hodenhochstand (Bauchhoden, Leistenhoden oder Gleithoden) beginnt ab dem 6. Lebensmonat, eventuell sogar schon ab dem 3. Monat. Die Behandlung dauert sieben Wochen und erfolgt üblicherweise als Kombinationsbehandlung mit den beiden Hormonen LH-RH und HCG.

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Hodenhochstand: Welche Nebenwirkungen können unter einer Hormontherapie auftreten?

Mit schweren Nebenwirkungen ist bei einer fachgerecht durchgeführten Hormontherapie nicht zu rechnen. Wahrscheinlich empfindet Ihr Kind nur die dreimaligen Spritzen als unangenehm, die üblicherweise in den Oberschenkel erfolgen.

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Hodenhochstand: Welche Risiken birgt eine Operation?

Abgesehen von den allgemeinen Operationsrisiken können bei der operativen Behandlung des Hodenhochstands in seltenen Fällen der Samenleiter, die Nerven oder die Gefäßversorgung des Hodens beschädigt werden. Eine schwerwiegende Komplikation ist die Verkümmerung (Atrophie) des Hodens.

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Welche Operationsverfahren bei Hodenhochstand gibt es?

Für die chirurgische Lagekorrektur bei Hodenhochstand wurden verschiedene Operationstechniken entwickelt. Ihr erfolgreicher Einsatz hängt zum einen von der Erfahrung und Fertigkeit des Chirurgen ab, zum anderen vor allem von der Position des Hodens und der damit verbundenen Frage, wie eine ausreichende Gefäßlänge bzw. Gefäßversorgung dargestellt werden kann.

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Kann es trotz Behandlung erneut zu einem Hodenhochstand kommen?

Ja, die Wahrscheinlichkeit dafür beträgt nach einer hormonellen Therapie etwa 25% und auch nach einer Operation noch bis zu 5%. Deshalb sollte die Hodenlage auch nach einer erfolgreichen Behandlung noch ein Jahr lang etwa alle drei Monate kontrolliert werden.

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Wann muss ein hochstehender Hoden entfernt werden?

Ist die Hormonbehandlung erfolglos geblieben und liegt der hochstehende Hoden (oder beide) an einer sehr ungünstigen Stelle, muss man – insbesondere bei älteren Kindern (über 6 Jahre) – die operative Entfernung eines Hodens in Erwägung ziehen. Natürlich muss das Für und Wider einer solchen Orchiektomie vorher ausführlich mit den Eltern besprochen werden.

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Stimmt es, dass auch bei behandeltem Hodenhochstand das Risiko für späteren Hodenkrebs erhöht ist?

Nach bisherigen Beobachtungen vermuten die Experten, dass dem so ist. Wenn Ihr Kind einen Hodenhochstand hatte, bleibt sein Hodenkrebsrisiko auch nach erfolgter Behandlung erhöht. Allerdings muss zur Beruhigung auch gesagt werden, dass die Wahrscheinlichkeit insgesamt gering ist.

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Was ist eine Orchidofunikulolyse?

Auf jeden Fall nicht ganz einfach auszusprechen. Abgesehen davon aber kein Grund, vor Ehrfurcht gegenüber dem medizinischen Fachjargon in den Boden zu versinken oder aus Verständnismangel geistig abzuschalten. Es handelt sich schlicht um das chirurgische Freilegen und Verschieblichmachen (Mobilisierung) von Hoden und Samenstrang im Rahmen der Behandlung eines Hodenhochstands.

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