Was ist bei einem Kind mit Herzfehler im Urlaub zu beachten?

Die meisten Kinder mit angeborenem Herzfehler dürfen ohne weiteres in den Urlaub fahren. Je nach Reiseziel sollten Sie für den Fall eines Infekts eine geeignete, vom Arzt verordnete Packung mit Antibiotika in Ihrer Reiseapotheke mitführen. Bei Kleinkindern und zyanotischen Kindern (bläuliche Haut und Lippen) ist außerdem der vermehrte Flüssigkeitsbedarf in warmen Ländern zu beachten.

Bei Flugreisen kann das trockene und sauerstoffärmere Klima im Flugzeug für zyanotische Kinder mit verdicktem Blut ein besonderes Risiko darstellen. Lassen Sie sich im Rahmen Ihrer Urlaubsplanung deshalb auf jeden Fall vom Kinderarzt bzw. Kardiologen beraten.

Dürfen Kinder mit Herzfehler in den Bergen Urlaub machen?

Für die Mehrzahl der Kinder mit angeborenem Herzfehler spricht nichts gegen einen Aufenthalt in den Bergen – natürlich unter der Voraussetzung einer an ihre Leistungsfähigkeit angepassten Programmplanung. Die meisten Ferienorte liegen auf einer Höhe von 1.000-1.500 m über dem Meeresspiegel. In einer solchen Höhe ist der Sauerstoffgehalt der Luft noch ausreichend hoch, sofern es sich nicht um einen Herzfehler mit starkem Sauerstoffmangel im Blut handelt (Zyanose). In diesem Fall fühlt sich Ihr Kind in mittleren Höhenlagen vermutlich eher unwohl und ein Aufenthalt am Meer oder zumindest im Flachland wäre deutlich empfehlenswerter.

Kind mit Ventrikelseptumdefekt: Ist eine Flugreise möglich und wenn ja, was ist zu beachten?

Grundsätzlich ist eine Flugreise für ein Kind mit Ventrikelseptumdefekt (VSD) problemlos möglich, ohne dass spezielle Vorsichtsmaßnahmen zu beachten wären. Eine Ausnahme ist die Situation bei VSD mit Bluthochdruck im Lungenkreislauf, die aber bei einem kleinen Loch praktisch nicht vorkommt. Lassen Sie sich ggf. vom behandelnden Kinderkardiologen beraten.

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