Wie beeinflussen die Jahreszeiten die körperliche Verfassung von Kindern mit Herzfehler?

Die jahreszeittypischen Einflüsse wirken sich bei Kindern mit angeborenem Herzfehler je nach Ausprägung und individueller Situation mitunter noch etwas stärker aus als bei ihren gesunden Mitmenschen. Denn sowohl Hitze als auch Kälte gehen natürlich auch mit einer Kreislaufbelastung für den Körper einher.

Bei heißer Witterung versucht der Körper, über weit gestellte Blutgefäße in der Haut und Schweißabsonderung Wärme abzugeben, um die Körpertemperatur im normalen Bereich zu halten. Das sollte zumindest bei Herzfehlern, die auch mit einer Herzschwäche einhergehen, eher vermieden werden. Bei großer Hitze ist es deshalb für Menschen mit leistungsminderndem Herzfehler ratsam, in kühlen Räumen zu bleiben und auch auf größere körperliche Aktivitäten lieber zu verzichten. Außerdem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Bei Kälte kommt es dagegen zur wärmebildenden Stoffwechselaktivierung mit erhöhtem Sauerstoff- und Energieverbrauch. Außerdem wird die Durchblutung der Körperperipherie (z.B. Nase und Finger) reduziert, so dass Kinder mit „blauem“ Herzfehler bzw. Zyanose noch blauer erscheinen.

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