Was ist ein FSME-Risikogebiet?

Im Gegensatz zur Borreliose besteht die Gefahr des Auftretens einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) nur in bestimmten geografischen Regionen (Endemiegebieten). Das Robert-Koch-Institut (RKI) deklariert als zuständige Bundesbehörde solche Endemiegebiete als FSME-Risikogebiete, in denen nach Expertenmeinung das Erkrankungsrisiko durch Zeckenkontakt besonders hoch ist.

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Als Konsequenz werden in diesen Gebieten präventive Maßnahmen, insbesondere die FSME-Impfung, für exponierte Einwohner und Berufstätige sowie für Touristen empfohlen.

Vor allem der Süden Deutschlands

Ein Kreis wird vom RKI als FSME-Risikogebiet definiert, wenn die Anzahl der übermittelten FSME-Erkrankungen in den zurückliegenden Vier-Jahres-Zeiträumen (2002 bis 2006, 2003 bis 2007, 2004 bis 2008 oder 2005 bis 2009) im Kreis oder in der Kreisregion (bestehend aus dem betreffenden Kreis plus allen angrenzenden Kreisen) deutlich höher liegt als die Fallzahl, die man bei einer Inzidenz (Vorkommen) von 1 Erkrankung/100.000 Einwohner erwarten würde.

Im Epidemiologischen Bulletin des RKI vom Mai 2010 werden insgesamt 136 Kreise in Deutschland als FSME-Risikogebiet ausgewiesen:

  • 42 Kreise in Baden-Württemberg (unverändert)
  • 78 Kreise in Bayern (unverändert)
  • 8 Kreise in Hessen (unverändert)
  • 7 Kreise in Thüringen (unverändert)
  • 1 Kreis in Rheinland-Pfalz (unverändert)

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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