Warum sind Zecken so gefährlich?

Zecken sind für den Menschen vor allem als Überträger verschiedener Infektionskrankheiten gefährlich. In Europa handelt es sich dabei vor allem um die bakterielle Borreliose und die seltener vorkommende virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

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Tückischerweise sondert die Zecke, bevor sie mit dem Blutsaugen beginnt, ein Sekret mit verschiedenen Inhaltsstoffen ab, zu denen auch ein Betäubungsmittel zählt, das die befallene Hautstelle schmerzunempfindlich macht. Die Folge: Der Stich oder Biss bleibt meist unbemerkt. Deshalb ist die wichtigste Schutzmaßnahme nach einem Aufenthalt im Freien mit möglichem Zeckenkontakt das Absuchen von Körper und Kleidung nach den kleinen Blutsaugern.

Nach der Zecken-Entfernung die Stelle weiter beobachten

Nach erfolgtem Zeckenstich heißt es, die Wunde noch längere Zeit im Auge zu behalten. Da regelmäßig Menschen von Borreliose und FSME, aber auch von selteneren Infektionskrankheiten wie Babesiose, Ehrlichiose oder Rickettsiosen betroffen sind, ist ein Zeckenstich keine Verletzung, mit der man leichtfertig umgehen sollte.

Zecken sind übrigens sehr widerstandsfähig. Sie können Tieffrieren bis -18 °C mit anschließendem Auftauen überleben, andererseits ertragen sie Hitze bis 45 °C. Deshalb können diese Ektoparasiten unter Umständen sogar im Winter einen Wirt befallen oder in einem Kleidungsstück einen Waschgang überleben. Das ist biologisch faszinierend, macht sie aber nicht sympathischer und schon gar nicht harmloser.

Mehr dazu finden Sie in unserem Kapitel über:
Borreliose

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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