Warum kommen Feigwarzen bei Kindern selten vor?

Im Gegensatz zu den anderen durch humane Papilloma-Viren (HPV) verursachten Warzen kommen Feigwarzen bei Kindern nur selten vor, da sie vor allem bei Sexualkontakten übertragen werden.

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Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten der Ansteckung, z.B. durch die infizierte Mutter bei der Geburt. Allerdings geht man davon aus, dass bei der Hälfte der Kinder mit dem Warzenbefund sexueller Missbrauch vorliegt.

Zu den für Genitalwarzen typischen Viren zählen u.a. die HPV-Typen 6, 11, 18, 31 und 45.

Zu beachten ist, dass es sich bei dem Erscheinungsbild im Intimbereich auch um „unechte“ Feigwarzen handeln kann. Nämlich dann, wenn aus anderen Körperregionen über Hände oder Gegenstände eingeschleppte Warzenviren zur Entstehung gewöhnlicher Warzen geführt haben. In diesem Fall spricht man von Autoinokulation, wenn es das Kind selbst war, oder von Heteroinokulation bei „Fremdverschulden“ durch eine Kontaktperson.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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