Wie werden Warzen behandelt?

Mit Kälte, Hitze oder einfach Geduld sind noch alle Warzen wieder verschwunden, heißt es. Wie bei manch anderer „Krankheit“ auch, gehört das Abwarten zu den am meisten empfohlenen Strategien im Umgang mit Warzen. Denn die überwiegende Mehrzahl der virusbedingten Hautwucherungen verschwindet nach einigen Wochen bis Monaten wieder von selbst.

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Wenn eine Behandlung dennoch angebracht erscheint, stehen vielfältigste Methoden zur Verfügung, deren Heileffekt teilweise umstritten ist, da nicht immer ersichtlich wird, ob letztendlich die therapeutischen Bemühungen oder aber eine mit der Zeit aufgetretene Spontanheilung für den Rückzug der Warzen verantwortlich sind.

Die Auswahl geeigneter Behandlunsgalternativen richtet sich nach dem Warzentyp und der individuellen Situation, bei der das Alter und das Befinden Ihres Kindes, die Anzahl der Warzen und deren Lokalisation berücksichtigt werden sollten. Ziel der Maßnahmen muss es sein, erst die Hautwucherung selbst und dann die in der tiefer gelegenen Basalschicht (Stratum basale) der äußeren Haut befindlichen Warzenviren zu entfernen bzw. unschädlich zu machen. Dafür ist zumeist ein konsequentes Vorgehen mit mehrfachen Wiederholungen erforderlich.

Auch auf das mehr oder weniger baldige Wiederauftreten der zunächst abgetragenen Warzen muss man, frau und Kind gefasst sein. Zu den unerfreulichen Begleiterscheinungen, mit denen je nach Verfahren zu rechnen ist, zählen Schmerzen, Narben und langwierige Heilungsprozesse.

Die Optionen im Überblick:

  • Abwarten und gelassen bleiben
  • Warzentinkturen und Warzenpflaster
  • Vereisen der Warzen mit flüssigem Stickstoff (Kryotherapie)
  • elektrische Verschorfung (Kauterisation)
  • Kombination von Wärmebehandlung und ätzenden Substanzen
  • Herausschneiden (mit scharfem Löffel, chirurgisch)
  • Laserbehandlung
  • Besprechen, verschiedenste mehr oder weniger obskur anmutende Methoden

Nehmen Sie in jedem Fall von „hobbychirurgischen“ Selbstbehandlungen Abstand, um Risiken wie eine weitere Verbreitung des viralen Warzenbefalls, unschöne Narben oder noch schlimmere Folgen bis hin zur Blutvergiftung zu vermeiden.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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