Schaden Läusemittel meinem Kind?

Grundsätzlich gilt: Um die Anwendung eines äußerlich anzuwendenden Arzneimittels oder Medizinprodukts zur Beseitigung von Kopflausbefall kommt man kaum herum. Die Präparate enthalten unterschiedliche chemische oder pflanzliche Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkungen und Nebenwirkungen.

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Nicht jedes Mittel hat eine Zulassung

Achten Sie darauf, dass die Mittel vom Umweltbundesamt zugelassen wurden, denn dann (und häufig nur dann) wurden ihre Wirksamkeit, Verträglichkeit und Unschädlichkeit gründlich untersucht. Fragen Sie in Zweifelsfällen tatsächlich Ihren Arzt oder Apotheker. Wichtig ist es, sich strikt an die Anwendungsvorschriften des Beipackzettels zu halten.

Oder Sie versuchen es zunächst nur mit dem "Nassen Auskämmen" mit Pflegespülung und Läusekamm. Konsequent alle 3 bis 4 Tage durchgeführt, besteht bei dieser komplett nebenwirkungsfreien Methode eine immerhin über 50%ige Erfolgschance für Läusefreiheit.

Warnhinweis: Auf die leichte Entflammbarkeit einiger silikonölhaltiger Läusemittel weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hin.

Wann ist der Arztbesuch unumgänglich?

Ärztlichen Rat sollten Sie grundsätzlich einholen, wenn Ihr Kind jünger als 3 Jahre ist oder unter

  • einer Erkrankung der Kopfhaut,
  • dem seltenen MCS-Syndrom (multiple chemical sensivity),
  • einer Allergie gegen Chrysanthemen (deren Stoffe in manchen Läusemitteln enthalten sind)

leidet.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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