Was sind Lippenbändchen und Zungenbändchen?

Zunächst zum Lippenbändchen: Der Mensch ist mit einem oberen und einem unteren Lippenbändchen ausgestattet, die jeweils von der Mitte der Lippe zur Mitte der Zahnreihe (Zahnfortsatz) verlaufen. Man kann dieses mit Mundschleimhaut überzogene Band bei sich selbst meist gut erkennen, wenn man vor dem Spiegel die Unterlippe etwas herunterzieht, so dass man den Spalt zwischen Lippe und Zahnreihe sieht.

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Von einem „hoch“ ansetzenden Lippenbändchen spricht man, wenn das Lippenbändchen auf der Höhe der Zähne in den Zahnfortsatz einstrahlt. Das kann dazu führen, dass sich eine Lücke zwischen den beiden Schneidezähnen bildet, das sogenannte Diastema. In solchen Fällen kann das Lippenbändchen chirurgisch versetzt werden, damit sich die Zahnlücke schließen kann.

Was ist das Zungenbändchen?

Das Zungenbändchen (Frenulum linguale) ist eine mit Schleimhaut überzogene muskuläre Falte, die an der Unterseite der Zunge nach hinten zum Mundboden verläuft und beide miteinander verbindet. Bei normaler Länge reicht es nach vorne bis zur Zungenspitze. Auch dieses Zungenbändchen kann man bei sich selbst unter der Zunge erkennen.

Dem üblichen biologischen Variantenreichtum ist es geschuldet, dass das Zungenbändchen außer normal auch hoch oder tief ansetzen sowie besonders lang, kurz oder in seltenen Fällen auch zu kurz sein kann.

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