Wie häufig sind Hörstörungen bei Kindern?

Mehr als 1 von 1.000 Kindern wird mit einer Hörstörung geboren. Damit gehört die Schwerhörigkeit zu den häufigsten Erkrankungen im Neugeborenenalter.

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Eine frühzeitige Erkennung der Schwerhörigkeit ist sehr wichtig, da in den ersten zwei Lebensjahren die Grundlagen für die Sprachentwicklung gelegt werden. Auch die sogenannte Hörbahn reift in dieser Lebensphase. Das ist so etwas wie eine Nervenbahn, die das Innenohr mit den hörspezifischen Bereichen des Großhirns verbindet.

Um so früher entdeckt, um so besser die Chancen auf komplette Heilung

Werden angeborene Hörschäden innerhalb des ersten halben Lebensjahres entdeckt, stehen die Chancen noch gut, sie erfolgreich zu behandeln. Leider wird die Schwerhörigkeit aber oft erst im 2. oder gar 3. Lebensjahr bemerkt. Das ist der Grund, weshalb im Jahr 2009 ein Hör-Screening im Rahmen des frühkindlichen Vorsorgeprogramms eingeführt wurde und alle Säuglinge nach der Geburt einem Hörtest unterzogen werden.

Allerdings – und das ist besonders erschreckend –  ist auch die Zahl der später erworbenen, also nicht angeborenen Hörschäden sehr hoch. Die Schwerhörigkeit ist demnach auch bei älteren Kindern ein Problem, und zwar in noch größeren Dimensionen: Experten gehen davon aus, dass es mittlerweile fast bei jedem 4. Jugendlichen in Deutschland zu einer Beeinträchtigung des Gehörs kommt.

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