Was ist das KISS-Syndrom?

Beim KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung) handelt es sich nicht um eine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern um eine Steuerungsstörung. Durch Fehlstellung der noch zarten Kopfgelenke kommt es zu Zwangshaltungen.

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Folgende Merkmale stehen im Vordergrund:

  • Schiefhals
  • Durchbiegung der Wirbelsäule
  • Gesichtsasymmetrie
  • asymmetrische Benutzung der Extremitäten (Arme und Beine)

Der Schiefhals ist manchmal nicht äußerlich, sondern erst durch die genauere Untersuchung erkennbar. Das Phänomen ist mit einer Häufigkeit von etwa 8% nicht selten und scheint, ebenso wie der angeborene Schiefhals, durch Druck auf den Kopf des Babys beim Geburtsprozess zu entstehen.

Zu den postulierten Ursachen zählen:

  • lange und erschwerte Geburten, Saugglocken- oder Zangenbenutzung
  • Kaiserschnitt (notfallmäßig und geplant)
  • enge Lage im Mutterleib
  • Steißlage, Beckenendlage
  • Mehrlingsgeburten
  • Übertragungen
  • Kristellerscher Handgriff (eine selten durchgeführte Maßnahme der Geburtshelfer, wenn das Kind nur schwer durch den Geburtskanal kommt)
  • sehr schnelle Geburt
  • Geburtsgewicht über 4.000 g
  • familiäre Veranlagung

Experten schätzen, dass jeder 10. Betroffene einer Therapie bedarf, wozu es aber nur in einem Zehntel der Fälle kommt.

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