Was sind Polypen?

Ein Polyp ist eigentlich eine Ausstülpung der Schleimhaut, zum Beispiel im Darm oder auch in der Nase. Sehr viel populärer sind aber die bei Kindern häufig vergrößerten Rachenmandeln, die im Volksmund ebenfalls Polypen genannt werden. Im korrekten Medizinerdeutsch heißen sie Adenoide oder Rachenmandelhyperplasie. Da das aber selbst für Ärzte Zungenbrecher sind, neigen auch sie dazu, vergrößerte Rachenmandeln Polypen zu nennen.

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Meist keine Behandlung notwendig

Die Rachenmandeln sitzen am Übergang von der Nasenhöhle zum Rachen. Und zwar mittig an der Rachenhinterwand, hinter dem Gaumenzäpfchen und oberhalb des Gaumens. Sie gehören wie auch die als Tonsillen bezeichneten Gaumenmandeln zum lymphatischen Rachenring, der als erster Abwehrwall gegen Erreger aus Nahrung und Atemluft dient.

Polypen sind im Alter von etwa 3-7 Jahren eine relativ normale Erscheinung und selten behandlungsbedürftig. Sie können aber im Einzelfall auch ernste Folgen haben, die von chronischen Mittelohrentzündungen über nächtliches Schnarchen bis zu einer gestörten Sprachentwicklung reichen. Darauf wird Sie der Kinderarzt aber im Fall des Falles auch hinweisen und eine Behandlung vorschlagen.

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