Was ist Mundfäule? Und was kann man dagegen tun?

Als Mundfäule wird eine Erkrankung der Mundschleinhaut bezeichnet, die durch Viren entsteht. Der Erreger ist ein Herpes-Simplex-Virus, und zwar vom Typ 1 (HSV-1). Dieses Virus ist sehr weit verbreitet: Nahezu 95% der Bevölkerung trägt es (lebenslang) in sich, ohne dass dies nach außen sichtbar würde.

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Vor allem im Kleindkindalter können diese Herpesviren allerdings auch in Gestalt der Mundfäule in Erscheinung treten. Dabei überziehen zunächst zahlreiche Bläschen die Mund- und Rachenschleimheit, wobei es zu hohem Fieber kommt. Die äußerst infektiösen Bläschen platzen und hinterlassen dabei schmerzhafte Geschwüre, die sich (zusätzlich) negativ auf den Appetit des erkrankten Kindes auswirken. Zudem entwickelt sich ein starker, säuerlicher Mundgeruch. Nach etwa einer Woche heilt die Mundschleimhaut wieder ab und es besteht keine Ansteckungsgefahr mehr.

Was kann ich tun, wenn mein Kind Mundfäule hat?

Das Wichtigste bei Mundfäule ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die ggf. teelöffelweise bewerkstelligt werden muss. Desweiteren konzentrieren sich die Maßnahmen auf das Lindern der Beschwerden Ihres Kindes, in erster Linie durch Mundspülungen, mit milden Tinkturen oder Kamille. Bieten Sie Ihrem Kind außerdem weiche und kühle Speisen an, wie z.B. Pudding, Joghurt und Quark, die es mit Mundfäule besser verträgt als warme oder trockene Kost.

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Stomatitis aphthosa (Mundfäule) – Fragen und Antworten

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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