Wie kann man einen viralen Magen-Darm-Infekt von einer Lebensmittelvergiftung unterscheiden?

Zunächst einmal muss man folgendes sagen: Wenn akuter Durchfall auftritt, ist ein viraler Infekt sehr viel häufiger die Ursache als eine Lebensmittelvergiftung. Das gilt vor allem für Kinder. Da auch durch Viren ausgelöste Magen-Darm-Infekte zu Erbrechen führen können, ist auch dies kein Unterscheidungsmerkmal.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

weiterlesen...

Eine Lebensmittelvergiftung beginnt innerhalb eines Tages nach dem Verzehr der verunreinigten Speise. In Einzelfällen kann das schon eine Stunde nach dem Essen sein, in der Regel dauert es aber eher 6-10 Stunden, bis sich erste Unregelmäßigkeiten im Magen-Darm-Bereich bemerkbar machen. Das hängt vor allem davon ab, was genau die "Vergiftung" auslöst. Häufigste Ursache sind bakteriell verseuchte Lebensmittel, wobei nicht die Bakterien selbst, sondern durch sie entstandene Giftstoffe den Brechdurchfall auslösen. Salmonellen sind hier die bekanntesten Vertreter.

Anhand der Symptome kaum zu unterscheiden

Mitunter verläuft eine Lebensmittelvergiftung etwas heftiger als eine virale Magen-Darm-Grippe. Vor allem die Übelkeit ist dann ausgeprägter, auch das allgemeine Unwohlsein. Doch ein wirklich sicheres Unterscheidungsmerkmal ist auch das nicht. Und auch hier halten die Beschwerden in aller Regel nicht länger als 1-2 Tage an.

Fazit: Die Unterscheidung zwischen viralem Magen-Darm-Infekt und Lebensmittelvergiftung ist mitunter sehr schwierig. Eine Darmvirus-Erkrankungswelle in der Kita oder ein in der Sonne gestandener Eiersalat liefern oft mehr diagnostische Indizien als die Beschwerden. Und da der Spuk meist schnell vorüber ist, gibt es dann auch wenig Anlass, dem noch genauer auf den Grund zu gehen.

Autor:

Anzeigen