Magen-Darm-Grippe beim Kind: Wie kann man eine Ansteckung verhindern?

Fast gar nicht. Der typische Magen-Darm-Infekt bei Kindern wird durch Viren verursacht, meist Rotaviren. Und deren Übertragung von Kind zu Kind lässt sich praktisch nicht verhindern. Denn erstens sind diese Viren hoch ansteckend, brauchen also nicht viel, um sich anzusiedeln. Zweitens sind sie Überlebenskünstler und halten auch längeren Aufenthalten auf "neutralen Flächen" wie Türklinken oder Tischplatten lange stand.

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Außerdem sind Rotaviren sehr weit verbreitet und werden zudem oft zu einem Zeitpunkt übertragen, an dem das ansteckende Kind noch gar keinen Durchfall oder Erbrechen hat, man also von dem Problem noch gar nichts ahnt. Das Virus wird über den Stuhl ausgeschieden und kann gerade bei kleinen Kindern immer mal unbemerkt an Kleidungsstücken oder Gegenständen hängenbleiben. Da es dann dort lange überlebt, genügt zum Beispiel in einer Kita eine einzige minimale Verunreinigung, um das Virus auf mehrere andere Kinder zu übertragen.

Zur Sicherheit zuhause bleiben?

Wenn in der heimischen Kita eine Magen-Darm-Grippe die Runde macht, stellt sich den Eltern oft die Frage, ob sie ihr Kind zuhause lassen sollen. Das ist natürlich unterm Strich diie größtmögliche Absicherung, aber es muss auch nicht sein. Zumindest dann nicht, wenn es sich um eine harmlose Darmvirus-Welle handelt, und um die handelt es sich meistens. Gefährliche Keime wie EHEC sind zum Glück ausgesprochen selten und darauf würde im Zweifel ja auch rasch hingewiesen werden.

Außerdem sollten Sie bedenken: Wenn bereits eine kleine Durchfall-Epidemie aufgetreten ist, hat sich Ihr Kleines wahrscheinlich eh schon angesteckt. Oder es widersteht dem Virus. Eine Quarantäne mit hermetischer Abriegelung von allen anderen Kindern ist also meist nicht notwendig. Und übertriebene Sorgen auch nicht. Denn selbst, wenn es Ihr Kleines erwischt, verschwinden die lästigen Durchfallsymptome ja in aller Regel genauso schnell wie sie gekommen sind.

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