Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit eines Down-Syndroms in Abhängigkeit vom Alter der Mutter?

Bekanntlich steigt die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen, mit zunehmendem Alter der Schwangeren. So hat eine 35-jährige Schwangere ein 5fach höheres Risiko für diese Chromosomen-Anomalie des Nachwuchses als eine 20-Jährige.

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Die tatsächlichen Zahlenverhältnisse zeigen aber, dass es sich insgesamt um eine geringe Wahrscheinlichkeit handelt: Mit 35 Jahren beträgt sie 0,3%, also 3 von 1.000 Kindern, mit 20 Jahren 0,06%, also 0,6 von 1.000 Kindern. Im Umkehrschluss heißt das: Auch für eine 35-Jährige beträgt die Chance auf ein Kind ohne Down-Syndrom 99,7%. Von beträchtlicheren Risiken kann deshalb eigentlich erst jenseits der 4. Lebensdekade gesprochen werden.

Die Häufigkeit in Zahlen

Für das Auftreten einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) beim Neugeborenen in Abhängigkeit vom Alter der Mutter finden sich in der Literatur folgende Häufigkeitswerte:

Alter Häufigkeit
21 1:1.500
23 1:1.400
25 1:1.300
27 1:1.200
29 1:1.000
31 1: 800
33 1:600
35 1:350
37 1:250
39 1:150
41 1: 80

Gemeint ist hier übrigens das Alter der Mutter zum Zeitpunkt der Empfängnis.

Zu berücksichtigen ist, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Chromosomenstörung im ersten Schwangerschaftsdrittel deutlich höher liegt, da im Laufe der Schwangerschaft zwischen der 12. Woche und der Geburt mehr als ein Drittel aller Feten mit Trisomie 21 sowie mehr als 90% aller Ungeborenen mit Trisomie 13 und Trisomie 18 spontan absterben.

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