Ist Cola geeignet bei (Brech-) Durchfall?

Salzstangen und Cola sind ein – vor allem bei Kindern – beliebtes Hausmittel bei (Brech-) Durchfall. Zumindest die Cola ist jedoch aufgrund ihrer Zusammensetzung völlig ungeeignet, um den Verlust an Flüssigkeit und Mineralsalzen auszugleichen.

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Das zumindest meinen britische Wissenschaftlerinnen vom Watford General Hospital. Sie haben die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine Elektrolytlösung bei Durchfall mit dem Süßgetränk verglichen. Das Ergebnis:

WHO

Cola

75 mmol/l (= Millimol pro Liter) Natrium maximal 10 mmol/l
20 mmol/l Kalium nahezu nichts
75 mmol/l Glukose 550 mmol/l Zucker => 7fach „überdosiert"

Trotz zu viel Zucker kann Cola helfen

Cola enthält also gemäß offizieller Empfehlung viel zu viel Zucker und deutlich zu wenig an Mineralsalzen. Damit ist schon mal klar, weshalb die Kombination mit den Salzstangen sinnvoll sein könnte. Und der viele Zucker kann zwar einerseits Wasser im Darm binden und dann kontraproduktiv wirken. Auf der anderen Seite aber können sich die Glukose-Moleküle beim Transport von Wasser in die Darmschleimhautzellen und von dort ins Blut nützlich machen.

Wenn Ihr krankes Kind also auf Cola plus Salzstangen bestehen sollte – machen Sie ihm die Freude. Schließlich trägt eine gut gelaunte Psyche erheblich zum Genesungserfolg bei. Und wenn es schlimmer werden sollte, ist ohnehin der Arzt gefragt.

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Übelkeit und Erbrechen bei Kindern

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