Wie kann man eine primäre von einer sekundären Laktoseintoleranz unterscheiden?

Die Abgrenzung einer primären (also veranlagten) von einer sekundären (also erworbenen) Laktoseintoleranz erfolgt zunächst im Rahmen der ärztlichen Untersuchung, zu der auch eine intensive Befragung des Patienten (bzw. seiner Eltern) zur Vorgeschichte der Beschwerden gehört.

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Vielfach ist dabei erkennbar, ob eine Grunderkrankung im Vordergrund steht, die die Laktaseaktivität im Dünndarm vorübergehend einschränkt, beispielsweise eine Virusinfektion (z.B. mit Rotaviren), Zöliakie, Morbus Crohn oder Immundefekte. Ist die Situation nicht so eindeutig, kann theoretisch auch ein Gentest weiterhelfen. Denn bei einer sekundären Milchzuckerunverträglichkeit unterscheidet sich das Laktose-Gen in seinem Sequenzmuster nicht von demjenigem der Menschen ohne Unverträglichkeit. Allerdings ist dieser Test sehr teuer und deshalb keine Routine-Maßnahme.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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