Stimmt es, dass Kinder mit Asthma viel Zink zu sich nehmen müssen?

Darauf deuten zumindest einige wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema hin. Demnach lässt sich bei Menschen mit Asthma häufiger ein Zinkmangel feststellen als bei gesunden Personen.

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Eine Erklärung dafür haben die Wissenschaftler auch parat: Bei Menschen mit Asthma veranlasst das Entzündungsgeschehen in der Lunge die Abwehrzellen zur vermehrten Aufnahme von Zink aus dem Blut. Dadurch kommt es dann zu einem Mangelzustand. Achten Sie bei Ihrem asthmakranken Kind also vorsichtshalber auf eine ausreichende Zufuhr von Zink.

Außerdem wurde in den genannten Untersuchungen ein Überschuss an Kupfer im Blut der Asthma-Patienten nachgewiesen. Sowohl von Zink als auch von Kupfer ist bekannt, dass sie in Entzündungsprozessen eine wichtige Rolle spielen.

Wie erkennt man einen Zinkmangel?

Ein ausgeprägter Zinkmangel kann sich in Müdigkeit, rascher Erschöpfung und Konzentrationsproblemen äußern. Auch Hautprobleme, brüchige Nägel oder dünne, schlappe Haare können auf einen Zinkmangel hindeuten. Aber hüten Sie sich hier vor übertriebenen Ängsten: Gefährliche Zinkmangelzustände sind eher selten. Und Anbieter von Zink-Tabletten neigen leider dazu, aus wirtschaftlichem Interesse die Angst zu schüren.

Viel Zink enthalten ist zum Beispiel in Getreideprodukten und Hülsenfrüchten. Zu nennen sind hier insbesondere:

  • Erdnüsse
  • Paranüsse
  • Mais
  • Linsen
  • Sonnenblumenkerne
  • Haferflocken
  • Kürbiskerne

Außerdem ist auch z.B. in Meeresfrüchten, Rindfleisch und Edamer reichlich Zink enthalten

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