Ist das Kortison-Spray nicht gefährlich für mein Kind?

Bei vielen Eltern schwingt immer noch große Sorge mit, wenn es um Kortison geht. Man denkt unweigerlich an schwere Nebenwirkungen. Die treten aber unter den modernen Kortison-Wirkstoffen sehr viel weniger auf als früher. Insbesondere Kortison-Sprays gelten heute als sehr gut verträglich.

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Dennoch neigen viele Eltern dazu, die Kortison-Inhalation ihrer Kinder aus Sorge vor Nebenwirkungen zu reduzieren oder gar abzusetzen. Oft muss dann die sonstige Medikation (Beta-Mimetika wie Salbutamol) gesteigert werden, was meist mehr Probleme bereitet. Vor allem aber wird das Asthma schlimmer.

Wichtig: Richtig inhalieren!

Kortison-Sprays sind heute nicht nur minimal dosiert. Sie gelangen durch die gezielte Aufnahme über die Bronchien auch so gut wie gar nicht in den Blutkreislauf.

Bei falscher Inhalationstechnik des Asthma-Sprays können sich allerdings Pilze im Mund- und Rachenraum Ihres Kindes ansiedeln. Dem können Sie wirkungsvoll vorbeugen, indem Sie darauf achten, dass Ihr Kind nach jeder Inhalation den Mund mit Wasser ausspült oder eine kleine Mahlzeit einnimmt.

Zu eventuellen Wachstumsverzögerungen, die bei längerfristiger Kortisontherapie im Kindesalter routinemäßig geprüft werden, muss man wissen: Aus teilweise noch unklaren Gründen sind sowohl Kinder mit therapierten als auch Kinder mit unkontrolliertem Asthma im Durchschnitt etwas kleiner als ihre gesunden Freunde. Der Größenunterschied wird aber bis zum Erwachsenenalter in den allermeisten Fällen wieder aufgeholt.

Fazit:

Angst vorm Kortison-Spray fürs Kind ist also unterm Strich nicht angebracht. Durch ein nicht oder nur unzureichend behandeltes Asthma bronchiale schadet man seinem Nachwuchs mehr als durch vermeintliche Nebenwirkungen des Kortisons.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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