Rauchen in der Schwangerschaft: Asthma-Risiko für das Kind steigt relevant

Dass Rauchen in der Schwangerschaft schädlich ist und das Ungeborene massiv gefährdet, das haben viele Studien nachgewiesen. Dennoch rauchen zu Beginn der Schwangerschaft in Deutschland noch rund 30% der Frauen. Und nur die Hälfte davon schafft es, in den nächsten Monaten dem Nikotin abzuschwören. Eine neue Studie belegt nun, wie wichtig der frühestmögliche Ausstieg ist.

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Die Gefahren, die Rauchen in der Schwangerschaft für das Ungeborene heraufbeschwören, reichen von Fehlbildungen und Wachstumsstörungen über Zellschäden, Allergien und Entzugserscheinungen bis hin zu Verhaltensproblemen und späteren Krebserkrankungen. Auch Passivrauchen, also der Aufenthalt in verräucherten Räumen (zum Beispiel, wenn der Partner raucht), erhöht all diese Risiken.

Um 50% höhere Gefahr für Asthma

Eine US-amerikanische Studie bestätigt nun, wie wichtig es ist, die Finger möglichst früh von der der Zigarette zu lassen. Untersucht wurden 2.500 Frauen und deren Kinder im Alter zwischen 8 und 17 Jahren. Die Kinder der Frauen, die während ihrer Schwangerschaft geraucht hatten, waren um 50% häufiger von Asthma betroffen. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Mütter nur während des ersten Drittels oder auch noch während des letzten Drittels der Schwangerschaft geraucht hatten. Am ausgeprägtesten war die Gefahr für kindliches Asthma aber, wenn die Mutter während der gesamten Schwangerschaft weiter geraucht hatte.

WANC 04.06.2012
Quelle: The Journal of Allergy and Clinical Immunology, doi:10.1016/j.jaci.2012.03.017

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