In der Schwangerschaft Lebensmittel-Infektionen vermeiden

Frauen müssen sich in der Schwangerschaft vor Lebensmittel-Infektionen schützen. Die Gefahr geht vor allem von rohem Fleisch, Rohwürsten, weichen Käsesorten sowie geräuchtertem Fisch aus. Diese können Bakterien enthalten, die Listeriose oder Toxoplasmose auslösen. Das sind Erkrankungen, die sich auf das Kind übertragen und ihm schaden können.

Unsere 10 wichtigsten Tipps zur Schwangerschaft

weiterlesen...

Toxoplasmose und Listeriose sind Infektionskrankheiten, die das zentrale Nervensystem oder Organe des Ungeborenen schädigen können. Das Risiko einer Fehl- oder Totgeburt ist erhöht. Toxoplasmose wird durch den Parasiten Toxoplasma gondii hervorgerufen. Listeriose wird durch das Bakterium Listeria monocytogenes ausgelöst.

Besondere Sorgfalt bei der Zubereitung und Reinigung von Lebensmitteln

Neben den oben genannten Ansteckungswegen können unzureichend gewaschenes rohes Gemüse und Salat, Früchte, die in der Nähe des Erdbodens wachsen, zum Beispiel Erdbeeren oder der Kot von infizierten Katzen gefährlich sein. Das Erhitzen von rohem Fleisch für zwei Minuten auf mindestens 70 °C tötet beide Krankheitserreger ab.

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist allerdings darauf hin, dass in Deutschland pro Jahr etwa 50 Fälle mit Komplikationen durch Toxoplasmose und Listeriose in der Schwangerschaft registriert werden. Das sei bei etwa 700.000 Geburten jährlich zwar eine geringe Anzahl. Das RKI rät Schwangeren aber zu einem hygienischen Umgang mit Lebensmitteln und dazu, die riskanten Lebensmittel zu meiden. Denn die Folgen einer Infektion können für das Kind schwerwiegend sein und bereits wenige Krankheitskeime würden für eine Infektion ausreichen.

WANC 25.01.2011
Quelle: aid

Anzeigen