Alkohol in der Schwangerschaft: Lebenslanger Schaden

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 10.000 Kinder geboren, die unter den Folgen des Alkoholkonsums ihrer Mütter in der Schwangerschaft leiden. Diese sogenannten fetalen Alkoholeffekte schaden der geistigen und körperlichen Entwicklung des Kindes meist dauerhaft.

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Das Risiko ist groß. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnt, dass schon geringe Alkoholmengen in der Schwangerschaft und Stillzeit ausreichen, um das Kind sein Leben lang zu schaden. Denn über die Nabelschnur gelangt der Alkohol auch zum Ungeborenen. Die Folge ist, dass das Kind den gleichen Alkoholpegel erreicht wie seine Mutter. Weil aber die Organe des Kindes noch nicht vollständig angelegt sind, können sie mit dem Alkohol auch viel schlechter umgehen und bauen ihn nur sehr langsam und schlecht ab.

Die Auswirkungen sind dramatisch. In einer Studie am Universtitätklinikum Münster wurde der Intelligenz-Quotient (IQ) von Patienten mit fetalem Alkoholsyndrom (FAS) oder fetalen Alkoholeffekten (FAE) mit dem von normal entwickelten Personen verglichen. Der durchschnittliche IQ bei den alkoholgeschädigten Patienten lag bei 75, bei der Kontrollgruppe bei 106. Neben den geistigen Schädigungen treten Minderwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit, Gesichtsveränderungen sowie Fehlbildungen an den Organen auf.

WANC 08.09.2011
Quelle: Tag des alkoholgeschädigten Kindes am 9. September 2011

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