Stress in der Schwangerschaft: ungefährlicher als angenommen

Ein bisschen Stress während der Schwangerschaft ist für die Ungeborenen kein Problem. Im Gegenteil: Es gibt sogar positive Einflüsse. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie der US-amerikanischen John Hopkins University.

Unsere 10 wichtigsten Tipps zur Schwangerschaft

weiterlesen...

Bisher galt Stress in der Schwangerschaft als Risikofaktor, den werdende Mütter nach Möglichkeit vermeiden sollten. Von Entwicklungsstörungen beim Kind bis hin zu einer erhöhten Frühgeburtenrate war die Rede.

Weder vermehrte Frühgeburten noch spätere Hyperaktivität

Aber zumindest in der aktuellen Studie war dem nicht so. Die Wissenschaftler begleiteten 137 Mütter ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag ihres Kindes. Bei denjenigen Frauen, die vermehrt Stress ausgesetzt waren, zeigten sich keinerlei Nachteile bei den Kindern – weder im Mutterbauch, noch nach der Geburt. Auch eine früher ins Feld geworfene vermehrte Hyperaktivität bei Kindern von Müttern mit viel Stress während der Schwangerschaft ließ sich nicht nachweisen.

Die Autoren vermuten nun, dass eine vermehrte Ausschüttung des Stress-Hormons Cortisol der Entwicklung des Föten mehr nützt als schadet. Allerdings warnen sie auch vor dem Umkehrschluss: Sie sollten jetzt aufgrund dieser Meldung nicht anfangen, sich während Ihrer Schwangerschaft mit Absicht zu stressen. Denn emotionale Erschöpfung ist zumindest für die Geburt eher nachteilig als vorteilhaft.

Autoren: WANC/, 18.05.06

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Stress und Burnout-Syndrom finden Sie unter

Navigator-

M

edizin.de/Stress_Überlastung_Burnout

Anzeigen