Schwangerschaft: Auslöser für Bluthochdruck entdeckt

Etwa 5% aller werdenden Mütter entwickeln während der Schwangerschaft eine sogenannte Präeklampsie. Leitsymptome sind zu hoher Blutdruck, Wasseransammlungen im Gewebe und Eiweißausscheidung über den Urin. Die Ursache ist unbekannt. Jetzt sind Berliner Wissenschaftler aber auf eine Spur gestoßen.

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Die Mediziner vom Max-Delbrück-Centrum und von der Universitätsklinik Charité haben im Blut der Schwangeren mit Präeklampsie sogenannte Autoantikörper gefunden. Das sind Abwehrzellen, die sich versehentlich gegen den eigenen Körper richten. Diese Autoantikörper führen zur Freisetzung eines Enzyms, das über eine Schädigung der Blutgefäße möglicherweise Auslöser der mysteriösen Erkrankung ist.

Wenn sich das bestätigt, könnte erstmals eine ursächliche Behandlung der Präeklampsie möglich werden. Über eine Auswaschung der Antikörper zum Beispiel. Bisher ist die Präeklampsie nicht behandelbar und es bleibt in schweren Fällen mit Gefährdung von Mutter und Kind oft nur ein vorzeitiger Kaiserschnitt.

Autoren: WANC/, 05.02.03

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