Wie Schlaf und Spiel das Gewicht von Kindern beeinflussen

Wenn Kinder nicht genügend schlafen, werden sie dick. Und wenn Kinder sich nicht genügend bewegen, werden sie auch dick. Eine Studie hat jetzt herausgefunden, wie eng der Zusammenhang von Schlaf und Bewegung und einem gesunden Körpergewicht ist. Schlafen Kinder weniger als neun Stunden pro Nacht, sind sie doppelt so anfällig für Übergewicht wie Kinder mit elf Stunden Schlaf.

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Auch Passivität fördert Übergewicht. So haben die Wissenschaftler ermittelt, dass das Fernsehen am deutlichsten das Gewicht beeinflusst. Je mehr Zeit die Kinder mit passiven Beschäftigungen verbrachten (Beschäftigungen mit geringem Energieverbrauch, z.B. Sitzen), desto größer war der Hüftumfang der Kinder.

Fernsehen: doppelter Dickmacher

Höherer Fernsehkonsum wirkt sich darüber hinaus auf das Ernährungsverhalten aus. Fast die Hälfte aller Kinder essen manchmal vor dem Fernseher. Und verspeist werden dabei in den seltensten Fällen Obst und Gemüse. Kinder mit höherem Fernsehkonsum aßen fett- und vor allem zuckerreichere Speisen.

Sozialmediziner sagen, dass Kinder, die in ihrer Freizeit aktiv sind, weniger vor dem Bildschirm sitzen und sich eher gesund ernähren. Doch nicht nur Eltern müssten dafür sorgen, dass sich ihre Kinder gesund verhalten. Auch die städtebauliche Umgebung, damit meinen sie genügend Flächen und sicheren Raum für Bewegung und Spiele, müssten Planer und Politiker schaffen.


WANC 18.11.2011
Quelle: Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS), Universität Bremen

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