Kuhmilch ist nicht schlechter als spezielle Milch für Kleinkinder

Die Werbung für Milchgetränke für Kinder verspricht, dass diese speziell auf die Ernährungsbedürfnisse von Kleinkindern abgestimmt sein sollen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat diese “Kleinkindermilch” untersucht. Das Ergebnis: Sie bietet keinen Vorteil gegenüber fettreduzierter Kuhmilch.

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Kindermilch soll vor Übergewicht schützen und die geistige Entwicklung unterstützen. Dazu enthält sie, wie die Hersteller versprechen, weniger Proteine und ist im Gegenzug mit Vitaminen und Mineralstoffen angreichert. Doch das BfR kann in seiner Studie keine Vorteile erkennen. Im Gegenteil: Das Amt warnt davor, dass die spezielle Milch bei einigen Nährstoffen, wie beispielsweise Eisen und Zink, zu einer unkontrollierten Erhöhung der Aufnahme führen kann. Und das könne eher ungesund als gesund sein.

Speziell auf Kinder abgestimmt - von wegen

Das BfR weist darauf hin, dass die Kindermilchprodukte nicht – wie vesprochen – auf Ernährungsanforderungen von Kindern und Kleinkindern speziell abgestimmt seien. Auch würden sie die Anforderungen der Verordnung über diätetische Lebensmittel (Diätverordnung) nicht erfüllen.

Das BfR kommt zu dem Ergebnis, dass diese Getränke keinen Vorteil gegenüber fettreduzierter Kuhmilch bieten. Denn der Fettgehalt der Kindermilchgetränke sei so hoch wie der von Vollmilch. Und ob ein reduzierter Proteingehalt tatsächlich das Risiko für Übergewicht verringere, sei wissenschaftlich bisher überhaupt nicht ausreichend bewiesen. Aus Sicht von Ernährungsexperten wären Kleinkindermilchgetränke “nicht notwendig”.

WANC 24.08.2011
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

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