Karies im Kleinkindalter: keine Bagatelle

Auch kleine Kinder können schon Karies bekommen. Und sind die Milchzähne unserer Kleinen erst einmal angegriffen, droht Ungemach. Vor allem dann, wenn die Zähne gezogen werden müssen.

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Karies häufig schon bei den Milchzähnen

Rund 10% der Kleinkinder in Deutschland haben Karies an den Milchzähnen. Das besagen zumindest Daten der Bundeszahnärztekammer. Der Grund liegt meistens in einem Übermaß an zuckerhaltigen Getränken. Denn Zucker im Mund ist der ideale Nährboden für bestimmte Bakterien. Die bilden daraus Säure und diese Säure greift dann den Zahnschmelz an. Wird nichts dagegen unternommen, geht der Milchzahn irgendwann zugrunde und muss gezogen werden.

Mal ganz abgesehen davon, was für eine Tortur eine Zahnentfernung für ein kleines Kind ist (sie ist ja auch für Erwachsene schon eine Tortur), können fehlende Milchzähne auch noch eine ganze Reihe weiterer Probleme verursachen. So kann die Sprachentwicklung gestört werden, weil Zungenbewegungen und Schlucken nicht mehr synchron laufen. Bei den nachwachsenden "richtigen" Zähnen können schwere Zahnfehlstellungen die Folge sein.

Wie Sie Karies bei Ihren Kindern vermeiden

Also heißt es: Karies am besten von vornherein vermeiden. Wichtig ist vor allem, keine gesüßten Getränke in der Nuckelflasche anzubieten. Wenn Ihr kleines Kind Durst hat, sollte es Wasser, ungesüßten Tee oder Milch bekommen. Und wichtig auch: Steigen Sie ab dem ersten Geburtstag von Babyflaschen auf Trinkbecher um. So reduzieren Sie die Ansammlung von zuckerhaltigen Getränkeresten auf den Milchzähnen.

Und zu guter Letzt: Auch Milchzähne müssen geputzt werden. Das gilt schon ab dem ersten Zahn. Zunächst am besten einmal am Abend, ab dem zweiten Lebensjahr dann zweimal täglich.

Autoren: WANC/, 05.04.07

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