Wie viel Computer ist gut für Kinder?

Die Frage stellen sich heutzutage wohl alle Eltern. Und Experten haben jetzt versucht, dazu eine allgemeine Empfehlung zu geben. Die lautet in Kurzform: Computer ja, aber nicht zu viel. Und unbedingt sollten die Kinder auch relevant viel Zeit in der realen Welt verbringen (draußen spielen, mit anderen sprechen, Sport etc.).

Der Computer und die Beschäftigung damit sind per se nicht schädlich. Im Gegenteil: Geeignete Spiele und Seiten können nach Ansicht der meisten Experten sogar Fähigkeiten wie Konzentration und Kreativität fördern. Auch die Lust am Lernen nimmt bei vielen Kindern zu, wenn der Computer im Spiel ist.

Computer-Zeiten vereinbaren und Alternativen aufbauen

Allerdings ist es wichtig, die Computerzeit einzuschränken. Eine Selbstkontrolle der Kinder kann und darf man nicht erwarten. Es geht also darum, feste Regeln zur "Computerzeit" zu vereinbaren und diese dann auch konsequent einzuhalten.

Wenn der PC dann mal ausbleiben soll, sind spannende Alternativen wichtig. Tun Sie Ihr Bestes dafür, dass es die auch gibt. Sport zum Beispiel. Oder Freunde, mit denen draußen gespielt wird. Denn eines muss immer bedacht werden: Die Welt wirklich zu "begreifen, sie zu schmecken und zu fühlen, das geht nur im wirklichen Leben. Auch soziale Fähigkeiten werden nicht am Computer erlernt, sondern im realen Kontakt mit anderen Menschen.

Tipps für Eltern zu einem sinnvollen Umgang mit dem PC

Und wie erreichen Sie das? Folgende Tipps geben Experten:

  • Den PC auf keinen Fall verbieten.
  • Aber auch nicht zum PC-Gebrauch drängen.
  • Eigener Computer oder eigener Fernseher nicht vor dem 12. Geburtstag (das wird freilich zunehmend utopischer).
  • Behalten Sie Ihre Kinder "im Auge", wenn sie ihn benutzen. Sprechen Sie mit ihnen darüber. Das stärkt auch den Bezug zur Wirklichkeit bei den Kindern.
  • Legen Sie Computerzeiten fest: Zum Beispiel 20 bis 30 Minuten täglich bei Kindern im Grundschulalter. Danach dann langsam mehr. Wenn Ihre Kinder denn überhaupt wollen (was aber meistens der Fall ist).
  • Engagieren Sie sich bei der Suche nach geeigneten Websites und Spielen. Überlassen Sie diese Wahl nicht einfach Ihrem Kind.

WANC 02.08.04/efg