Stillen: Länger ist besser

Deutschlands Mütter stillen heute zwar mehr und länger als noch vor 25 Jahren. Aber noch immer steigen zu viele frühzeitig auf zusätzliche Beikost oder reine Säuglingsnahrung um. Darauf haben jetzt einmal mehr Experten hingewiesen.

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Trend geht nach oben

Wussten Sie, dass es eine Nationale Stillkommission gibt? Doch, die gibt es. Sie gehört zum "Bundesinstitut für Risikobewertung" und setzt sich dafür ein, dass Mütter möglichst lange, mindestens aber die ersten sechs Monate nach der Geburt voll stillen. Mit Erfolg, denn heute stillen Deutschlands Frauen mehr als noch vor 25 Jahren. Aber eben immer noch nicht genug, sagt die Geschäftsführerin der Kommission, Prof. Hildegard Przyrembel. Es gibt noch noch zu viele Mütter, die frühzeitig abstillen. Nur knapp 50% halten sich an die Empfehlung, sechs Monate voll zu stillen.

Werbung für Säuglingsnahrung in Geburtskliniken untersagt

Zumindest einen der Gründe dafür hat die Nationale Stillkommission, unterstützt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), jetzt halbwegs eliminiert: dass Hersteller von Säuglingsnahrung schon in den Geburtskliniken kostenlose Probepackungen an die Mütter abgeben. In einer Zeit also, in der das Stillen zumindest bei der ersten Geburt noch neu und ungewohnt ist, sollten die Mütter frühzeitig auf den vermeintlich bequemeren Weg geleitet werden. Diese in der Tat höchst fragwürdigen Werbemaßnahmen wurden jetzt in Abstimmung mit den großen Herstellern untersagt. Nicht alle, aber die meisten halten sich auch daran.

Und warum der ganze Aufwand? Ganz einfach: Gestillte Kinder sind gesünder. Sie erkranken im ersten Lebensjahr seltener an Infektionen und später seltener an Allergien, Asthma und sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die sechs Monate Stillen machen also sehr viel Sinn.

Autoren: WANC/, 19.10.06

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