Milchzähne: Wie man sie pflegt

Auch Milchzähne brauchen eine gute Pflege. Und die beginnt schon mit dem ersten Zahn. Darauf haben jetzt einmal mehr Zahnärzte aufmerksam gemacht.

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Zahnputzmittel-Hersteller verweisen in diesem Zusammenhang gern auf das tägliche Zähneputzen. Damit haben sie zwar nicht unrecht, noch viel wichtiger ist aber die Ernährung.

Rechtzeitige Umstellung von Babybrei auf "feste Kost"

Spätestens ab dem ersten Geburtstag sollte Ihr Kind regelmäßig kauen. Babybreie sind nun nicht mehr optimal und sollten auf keinen Fall der Hauptbestandteil der Ernährung sein. Führen Sie Ihr Kleines jetzt lieber konsequent an eine "kindgerechte" Erwachsenenkost heran. "Kindgerecht" heißt:

  • schwierig zu kauende Lebensmittel mit der Gabel klein drücken
  • mit schwer verdaulichen Lebensmitteln lieber noch bis zum zweiten oder dritten Geburtstag warten: dazu zählen zum Beispiel Hülsenfrüchte oder Frittiertes
  • scharf gewürzte oder bittere Speisen weglassen

Entscheidend ist, dass Ihr Kind ausreichend zu kauen bekommt, denn dadurch werden Zahnbildung und Kieferwachstum optimal gefördert.

Milchprodukte besonders wichtig

Damit die Zähne gut wachsen, brauchen sie ausreichend Nährstoffe. Dazu zählen vor allem Kalzium, Phosphor und Vitamin D. Eine "normale" gesunde Kost liefert aber genügend davon. Also eine Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Milch- und Vollkornprodukten. Auch Fleisch, Fisch und hin und wieder mal ein Ei tragen zur Nährstoffzufuhr bei. Am wichtigsten für die Zähne ist aber tatsächlich die Milch bzw. ihre Brüder und Schwestern (Joghurt, Käse, etc.).

Nur wenig gesüßte Getränke

Was Milchzähne nicht mögen, ist Süßes. Genau wie unsere erwachsenen Zähne fördern süße Lebensmittel die Bakterienbildung im Mund - und damit Karies.

Für Ihr Kind bedeutet das: Gehen Sie sparsam mit Süßem um. Dabei geht es nicht nur um "Naschkram". Verzichten Sie auch so weit es geht auf zuckerhaltige Getränke, also Limonaden und Cola. Auch säurehaltige Getränke sind eher ungünstig.

Ein Tipp: Mit einem maßvollen Umgang mit zuckerhaltigen Lebensmitteln erreichen Sie in der Regel mehr als mit strengen Verboten. Und: Besonders nach Verzehr von süßen Lebensmitteln um so gründlicher die Zähne putzen.

Weitere Tipps und Tricks beim Umgang mit Süßem:

  • Keine gesüßten oder säurehaltigen Getränke über die Nuckelflasche. Denn bei dieser Art des Trinkens fließen die schädlichen Inhaltsstoffe viel zu langsam an den Zähnen vorbei.
  • Regelmäßige Mahlzeiten. Damit beugen Sie Heißhungerattacken bei Ihrem Kind vor, in denen die Lust auf Süßes besonders groß ist.
  • Nicht laufend Snacks zwischendurch, Zähne benötigen auch mal Ruhe.
  • Gesunde Kost lecker aufbereiten: Schneiden Sie kleine Gemüse-Sticks zurecht, die dann zum Beispiel in Quark "gedippt" werden können.
  • Lieber hin und wieder süße Hauptgerichte als zu viele Süßigkeiten zwischendurch. Ein Pfannkuchen oder Milchreis ist allemal besser als ein Schokoriegel, insbesondere dann, wenn es davor oder danach noch ein Stück Obst oder einen Salat gibt.
  • Süße Nachtische nur an bestimmten Tagen. Damit gehören sie dazu, aber eben nicht jeden Tag.
  • Süßigkeiten gut verstecken, ersparen Sie ihrem Kind die süße Versuchung zu stiebitzen.

Kindgerechte Zahnpflege

Und nun endlich zum Zähneputzen: Ja, ab dem ersten Milchzahn sollten die Zähne einmal täglich mit einer Kinderzahnpasta geputzt werden, am besten abends. Ab dem zweiten Lebensjahr dann morgens und abends. Wenn Ihre Kinder beginnt, sich die Zähne selber zu putzen, achten Sie unbedingt darauf, dass sie es richtig machen. Ein "Möchtegern-Zähneputzen" ist ähnlich unnütz wie gar kein Zähneputzen.  

Und auch wenn es Kind und Eltern nervt: Ab dem 2. Lebensjahr sollten Sie Routine-Besuche bei einem Zahnarzt vereinbaren. Das ist allemal besser, als dass später gebohrt werden muss.


WANC/zo 15.08.05
Quelle: rundum zahngesund


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