Rauchen in der Wohnung macht Kinder krank

Wenn ein Kind ins Krankenhaus muss, ist das für alle Beteiligten schlimm. In 14.000 Fällen pro Jahr passiert das aber nur, weil die Eltern zuhause rauchen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Greifswald.

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Deutlich mehr Atemwegserkrankungen und Mittelohrentzündungen

Passivrauchen ist für Kinder noch schädlicher als für Erwachsene. Kinder, die regelmäßig Tabakqualm in der Wohnung ausgesetzt sind, werden erheblich gefährdet, sowohl kurzfristig als auch langfristig. Akut erkranken sie vor allem deutlich häufiger an schweren Atemwegsinfektionen und Mittelohrentzündungen. Hier steigt das Risiko gegenüber Nichtraucherhaushalten um 50-60%. Nach den Berechnungen der Greifswalder Wissenschaftler wäre jede vierte bis fünfte Klinikeinweisung aufgrund dieser Erkrankungen vermeidbar, wenn die Eltern zuhause aufs Rauchen verzichten würden.

Auch das Asthma-Risiko wird mehr als verdoppelt, wenn die Kinder Zigarettenrauch ausgesetzt sind.

Das Fazit der Experten ist wenig überraschend: Rauchfreie Wohnungen sollten bei Kindern, vor allem bei Kleinkindern oberste Priorität haben. Wir ergänzen: Sie sollten eigentlich selbstverständlich sein.


Autoren: WANC/, 08.06.05
Quelle: Deutsche Medizinische Wochenschrift 2005; 130 (19): 1189-1194

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