Antibiotika im ersten Lebensjahr erhöhen Asthma-Risiko

Kinder, die im ersten Lebensjahr mit Antibiotika behandelt werden, bekommen später häufiger Asthma. Das ist das Ergebnis einer zusammenfassenden Analyse mehrerer großer Studie zu diesem Thema.

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Die Daten von rund 12.000 Kindern flossen in diese Analyse ein. Der Zusammenhang war eindeutig: Wurden die Babys und Kleinkinder in ihrem ersten Lebensjahr wegen eines Infekts mit Antibiotika behandelt, erkrankten sie um 50% häufiger an Asthma.

Warum das so ist, darüber wird noch spekuliert. Vermutet wird einerseits, dass die Antibiotika das Immunsystem negativ beeinflussen. Aber auch eine Veränderung der sogenannten Darmflora, also der im Darm lebenden Bakterien, gilt als heißer Favorit auf Ursache des erhöhten Asthma-Risikos.

Wie dem auch sei: Die Studie liefert ein weiteres Argument, mit dem Einsatz von Antibiotika zurückhaltend zu sein – auch und gerade im Kleinkindalter.

Autoren: WANC/, 15.03.06

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Asthma finden Sie auch auf Navigator-Medizin.de/Asthma

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