Wie wird Eierstockkrebs festgestellt?

Leider ist ein Eierstockkrebs sehr schwierig festzustellen. Leider deshalb, weil das oft zu einer holprigen Prozedur mit diversen Untersuchungen führt, also zu einer längeren Periode der Ungewissheit. Das hängt damit zusammen, dass die Eierstöcke von außen weder über eine Ultraschalluntersuchung noch über eine Abtastung aussagekräftig untersucht werden können.

Erst die Gewebeentnahme bringt Klarheit

Bei Verdacht auf ein Ovarialkarzinom (so heißt diese Krebsform in der Fachsprache, die Ovarien sind die Eierstöcke) wird meist zunächst eine transvaginale Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Dabei wird das Ultraschallgerät in die Vagina eingeführt, so dass man die Eierstöcke praktisch von innen darstellen kann, also näher herankommt. Allerdings bringt auch diese Untersuchung allenfalls Hinweise (Eierstock vergrößert oder verformt), aber keinen Beweis. Das gilt auch für spezielle Blutwerte, sogenannte Tumormarker. Sind sie erhöht, ist das ein Indiz, aber kein Beweis.

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So wird die endgültige Diagnose meistens erst im Rahmen einer Operation gestellt.

Das Problem der fehlenden Beschwerden

Das Problem beim Eierstockkrebs ist, dass er im Becken und in der Bauchhöhle viel Platz zum Wachsen hat. Auch sonst verursacht er zunächst meist keine Beschwerden. Allgemeine Symptome wie Magen-Darm-Probleme oder Blutungsstörungen können zwar auftreten, werden dann aber häufig über längere Zeit verkannt. Deshalb werden etwa Dreiviertel der Ovarialkarzinome erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkt.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser & Dr. med. Jörg Zorn

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