Wie hoch sind die Erfolgschancen einer Antikörpertherapie gegen Eierstockkrebs?

Die Krebsbehandlung mit Antikörpern wird von den Medizinern als zielgerichtete Therapie bezeichnet, da sie im Unterschied zur Chemotherapie spezifische Strukturen an oder in den Krebszellen angreifen. Die Medikamente der Chemotherapie (Zytostatika) wirken hingegen als generelle Zellgifte und haben nur deshalb einen Effekt bei bösartigen Tumoren, weil die Krebszellen vergleichsweise schnell wachsen.

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Der monoklonale Antikörper Bevacizumab bindet an Wachstumsfaktoren der Tumorzellen bei Eierstockkrebs. Dadurch wird die Neubildung von Blutgefäßen für die Tumorversorgung unterbunden. Das klingt gut. Die konkreten Zahlen der Erfolgsergebnisse sorgen aber eher für Ernüchterung: Im Schnitt konnte die Überlebenszeit ohne weiteres Krebswachstum auf 14,1 Monate verlängert werden. In der Kontrollgruppe ohne Antikörper-Behandlung waren es 10,3 Monate.

Monoklonaler Antikörper bedeutet übrigens, dass sich der Antikörper hochspezifisch nur gegen eine bestimmte Eiweißstruktur oder gegen einen speziellen Gegner richtet.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser & Dr. med. Jörg Zorn

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