Trental kann in Kombination mit einigen Diabetes-Medikamenten zur Unterzuckerung führen

Aktueller Arzt-Tipp

Wenn Sie unter der sogenannten Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) leiden, wird Ihr Arzt Ihnen in bestimmten Fällen durchblutungsfördernde Mittel wie z.B. Trental® verschreiben. Die Schmerzen, die Sie bisher beim Gehen einer kurzen Wegstrecke verspürt haben, können damit deutlich gelindert werden.

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Wenn Sie gleichzeitig Diabetes haben, kann es je nach Art Ihrer Diabetes-Medikamente allerdings sein, dass Ihr Blutzucker während der Behandlung mit Trental® häufiger kontrolliert werden muss. Der Grund ist, dass einige Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit durch Trental® verstärkt werden können. Sie wirken dann intensiver und können zu einer Unterzuckerung führen.

Dieser Effekt kann bei Medikamenten wie Glibenclamid®, Amaryl® und Novo-Norm® sowie bei Insulin-Spritzen vorkommen. Wer hingegen Antidiabetika wie Glucobay® oder Metformin® nimmt, braucht mit keinerlei Änderung des Blutzuckers zu rechnen.

Bitte arbeiten Sie hier einfach eng mit Ihrem Arzt zusammen und achten Sie in oben genannten Fällen einfach noch genauer auf leise Anzeichen einer möglichen Unterzuckerung. Wer Bescheid weiß und vorbereitet ist, kann sich hier z.B. mit etwas Traubenzucker leicht helfen.

Kurz-Info zum Medikament:

Trental® mit dem Wirkstoff Pentoxifyllin ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten durchblutungsfördernden Mittel. Es kann bei Menschen mit chronischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit das Gehvermögen steigern, wenn andere Behandlungsmaßnahmen wie z.B. ein Gehtraining oder aber operative Verfahren nicht möglich sind.

Ihre Dr. med. Monika Steiner

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