Löchern Sie Ihren Arzt!

Aktueller Arzt-Tipp

Mit der Diagnose Diabetes oder auch schon mit der Feststellung mehrfach erhöhter Blutzuckerwerte stellen sich die Betroffenen meist viele Fragen. Was heißt das? Wie kann man den Krankheitsverlauf beeinflussen? Was sollte man hinsichtlich Ernährung und Lebensstil beachten?

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Heutzutage geht der Weg vieler Patienten nach dem Arztbesuch zunächst mal ins Internet, um dort nichtverstandene Fachbegriffe zu klären oder umfassende Informationen zum Krankheitsbild zu finden. Und in der Tat bieten seriöse Portale oft eine Fülle gut gegliederter und sehr hilfreicher Unterstützung – gerade auch, da die Info im eigenen Rhythmus aufgenommen werden kann und nicht in wenige Minuten Sprechstundenzeit gedrängt wird.

Nichtsdestotrotz bleiben immer auch Unklarheiten, die nur ganz individuell – mit allen Befunden und Laborergebnissen im Hintergrund – beantwortet werden können.

Mein Tipp: Schreiben Sie sich alle Fragen, die sich im Laufe der Wochen ergeben, explizit auf und nehmen Sie die Liste mit zu Ihrem nächsten Termin! Die meisten Ärzte schätzen Patienten, die aktiv an ihrer Gesundung mitwirken wollen und beantworten gern konkrete Nachfragen. Viele Mediziner bieten außerdem selbst Schulungen an oder können zumindest Tipps geben, wo solche Veranstaltungen stattfinden.

Löchern Sie also Ihren Arzt/Ihre Ärztin mit allen Fragen, die Ihnen noch unklar geblieben sind. Gute Information ist der Schlüssel für ein gutes Leben – trotz bzw. gerade mit Diabetes und Co.

Ihre Dr. med. Monika Steiner

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (1)
Thema: Löchern Sie ihren Arzt
1 Sonntag, den 11. März 2018 um 07:56 Uhr
Volker
Wenn ich mal beim Arzt bin und alles fragen will, geht es so schnell, dass ich nach 2 Minuten wieder draußen bin. Ich habe deswegen schon mal den Arzt gewechselt. Wie oft? Heute ist leider alles vom Geld abhängig. Ich hatte z.B. im Januar starken Husten, aber einen Termin beim Lungenarzt erst für Mai bekommen. Im März ging ich daher selber in eine Klinik. Am Eingang zusammengebrochen und aufgehört zu atmen.
Ergebniss: Doppelte Lungenentzündung, Influenza A, 8 Tage Koma plus Luftröhrenschnitt.
Ich weiß, dass dieses Thema nicht ganz passt. Nur sollten die schlauen Ratgeber die Wirklichkeit nicht außer Acht lassen.
Bitte keine Antworten wie: Geh' zu einem anderen Arzt o.ä.
Bei 1100 Euro Rente kann man nicht in andere Städte fahren, wenn es im Ort nur einen Lungenarzt gibt. Des Weiteren habe ich eine Sinal Kanal Stenose und 50 Meter schmerzfreie Gehstrecke. Seit 6 Jahren! Der Neurochirurg sagt: Durchblutungsstörung, der Gefäßchirurg sagt: Spinal Kanal Stenose. Beim MRT habe ich schon eine Flatrate. Bilder dürfen ja nicht älter als 6 Monate sein. Es ist so, wie ich Anfangs beschrieben habe: Geldmacherei!
Sorry, aber das sind meine Erlebnisse seit 6 Jahren.
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