Diabetes: Wie und wie oft wird Byetta bzw. Bydureon eingenommen?

Exenatid (Byetta®, Bydureon®) wird als Injektion unter die Haut gespritzt. Während Byetta® zweimal täglich appliziert werden muss, reicht es bei Bydureon® einmal pro Woche.

Für Byetta® gilt:

  • Gabe zweimal täglich
  • Dosierung: zweimal 5 µg bis zweimal 10 µg täglich
  • Anwendung jeweils vor einer Hauptmahlzeit

Für Bydureon® gilt:

  • Gabe einmal wöchentlich am gleichen Wochentag
  • Dosierung: 2 mg
  • Anwendung unabhängig von den Mahlzeiten zu jeder Tageszeit möglich

Leider kann Exenatid nicht wie andere Diabetesmedikamente als Tablette eingenommen werden. Das hat allerdings auch Vorteile, vor allem seit mit Bydureon® ein langwirksames Präparat zur Verfügung steht, bei dem ein Pieks pro Woche genügt und Sie sich außerdem nicht ums Essen scheren müssen.

Kombi mit anderen Antidiabetika oder Insulin

Der Wirkstoff Exenatid gehört zur Gruppe der sogenannten GLP-1-Rezeptoragonisten, die einen körpereigenen Botenstoff (GLP-1) nachahmen und seine Wirkung an der Bauchspeicheldrüse imitieren. Er sorgt u.a. dafür, dass mehr Insulin gebildet und ausgeschüttet wird und der Blutzucker damit fällt.

Exenatid wird oft zusätzlich zu anderen Mitteln wie z.B. Metformin oder auch Insulin gegeben, um die Stoffwechsellage zu optimieren. Dann muss die Dosierung der ursprünglichen Medikamente allerdings unter Umständen angepasst werden. Wenn die Wirkungen der einzelnen Substanzen sich gegenseitig verstärken, kann es bei manchen Kombinationen zu gefährlich niedrigen Blutzuckerwerten kommen (Hypoglykämie).

Falls Sie bisher Byetta® bekommen haben und zu Bydureon® wechseln sollen, kann der Blutzucker vorübergehend ansteigen, bis sich der Körper auf das neue Medikament eingestellt hat. In der Regel stabilisiert er sich jedoch spätestens nach zwei Wochen wieder.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).