Diabetes: Welche Nebenwirkungen hat Onglyza (Saxagliptin)?

Die häufigsten Nebenwirkungen des Antidiabetikums Onglyza® (Saxagliptin) sind Infektionen der oberen Atemwege und des Harntrakts sowie Kopfschmerzen.

Mehr Medikamente, mehr Risiko

Diese unerwünschten Reaktionen treten statistisch gesehen bei mehr als 5% der Betroffenen auf. Auch der Magen-Darm-Trakt kann betroffen sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob Saxaglutin alleine oder mit einem anderen Diabetesmedikament gegeben wird. Die genannten Infektionen sind gleichermaßen häufig.

Andere Nebenwirkungen sind jedoch durchaus von der jeweiligen Kombination abhängig. Während es unter der Behandlung von Onglyza® alleine beispielsweise nicht vermehrt zu sogenannten Hypoglykämien (Unterzuckerungen) kommt, steigt das Risiko dafür an, wenn es etwa zusammen mit Glibenclamid aus der Substanzklasse der Sulfonylharnstoffe gegeben wird.

Häufig Beschwerden im Magen-Darm-Bereich

Weitere häufige Nebenwirkungen bei der Behandlung mit Saxagliptin (Onglyza®) sind:

  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Schwindel
  • Hautausschlag
  • Erschöpfung

"Häufig" bedeutet in der Sprache der Statistiker übrigens, dass unterm Strich 1-9 von 100 Behandelten betroffen sind. Das heißt also, die meisten entwickeln keine Nebenwirkungen und vertragen die Medikamente gut.

Selten, aber möglich

Andere unerwünschte Nebenwirkungen sind noch seltener, sollen hier aber nicht unerwähnt bleiben, ohne dabei Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Zu den gelegentlichen (< 1%) bis seltenen Nebenwirkungen (< 0,1%) von Onglyza® gehören u.a.:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Anaphylaxie (starke Immunreaktion)
  • veränderte Blutfettwerte
  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

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